Daten und Fakten

Rund 15,6% (2015) trägt der Bergbau zur peruanischen Wirtschaftsleistung bei und erwirtschaftet mehr als 60% der Ausfuhren. Mehr als 15 Mio. Hektar (Größe der Benelux-Staaten) sind mittlerweile für Bergbauaktivitäten vergeben.

Darüber hinaus investieren Staat und Bergbaubetriebe hohe Beträge in die Infrastruktur. Aufgrund seiner Multiplikatoreffekte auf andere Branchen zählt der Bergbau zu den wichtigsten Wachstumsmotoren für die peruanische Wirtschaft und wird aller Voraussicht nach auch weiterhin auf Expansionskurs bleiben.

Übersicht: Peruanischer Bergbau

Der peruanische Bergbau charakterisiert sich insbesondere durch den Abbau von Kupfer, Gold, Zink und Silber, deren Förderung in den letzten zehn Jahren einen massiven Ausbau erfahren hat. Des Weiteren zählt Peru innerhalb Lateinamerikas zu den stabilsten Volkswirtschaften und bietet ausländischen Unternehmen ein äußerst attraktives Investitionsklima. Der peruanische Bergbausektor besitzt großes Potenzial und verzeichnet das zweitgrößte Investitionsportfolio in Lateinamerika und zieht somit internationale Konzerne an, zu investieren.

So fließen bereits ein Viertel der ausländischen Direktinvestitionen in den Bergbausektor. In einem Ranking eines renommierten Beratungsunternehmens aus dem Jahr 2015 liegt Peru auf Platz 6 von 25 untersuchten Bergbaunationen. Untersucht wurde die Attraktivität der Länder in Bezug auf die Investition in den Bergbausektor auf der Basis verschiedener politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Indikatoren.

Statistiken

Deutschland und Peru: Strategische Partner im Bergbau und Rohstoffbereich

Der Bergbau in Peru hat - wie in Deutschland - eine lange Tradition. Peru ist eines der rohstoffreichsten Länder Südamerikas, mit einem großen und wirtschaftlich wichtigen Vorkommen an mineralischen Rohstoffen. Weltweit zählt Peru zu den vier größten Förderländern hinsichtlich der bedeutenden metallischen Rohstoffe wie Silber, Kupfer, Zinn und Zink sowie Blei und Molybdän.

Daher ist Peru für Deutschland ein wichtiger Lieferant dieser Rohstoffe und gleichzeitig Absatzmarkt für Bergbau- und Umwelttechnologien. Für das Jahr 2015 betrugen die Exporteerlöse deutscher Produkte nach Peru etwa 830 Mio. EUR. Der überwiegende Teil entfällt hierbei auf Maschinen und Anlagen, Fahrzeuge, Elektrotechnik sowie Mess- und Regeltechnik. Viele der exportierten Produkte werden im Bergbausektor eingesetzt. Im Gegenzug importierte Deutschland im Jahr 2015 Rohstoffe im Gesamtwert von knapp 500 Mio. EUR aus Peru (Statistisches Bundesamt).

In den kommenden Jahren wird weiterhin ein Wachstum des Rohstoffsektors in Peru erwartet. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass deutsche Unternehmen von der wirtschaftlichen Entwicklung profitieren können. Gute Geschäftsmöglichkeiten bestehen in den Bereichen bergbau- und umweltbezogener Dienstleistungen und Technologien, diese reichen von der Exploration und Förderung über die Auf- und Weiterverarbeitung von Rohstoffen bis hin zum Ausbau der Infrastruktur inklusive Wassermanagement und Stromversorgung.

Investitionen und Entwicklung

Peru ist bei zahlreichen Metallrohstoffen einer der größten Produzenten der Welt. Das Land belegt weltweit den zweiten Rang bei der Produktion von Silber, Rang drei bei Kupfer, Zinn und Zink, Rang vier bei Blei und Molybdän sowie Rang sechs bei Gold. Von untergeordneter Bedeutung sind die Nichtmetall und Energierohstoffe.

Die Förderung der bedeutendsten metallischen Rohstoffe verteilt sich auf 17 der 24 peruanischen Departamentos (politische Verwaltungsregionen). Der Schwerpunkt liegt in den südlichen und zentralen Anden. Auch in den kommenden Jahren wird tendenziell ein Wachstum des Rohstoffsektors in Peru erwartet. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass deutsche Unternehmen von der Entwicklung profitieren können.

Gute Geschäftsmöglichkeiten bestehen in den Bereichen bergbau- und umweltbezogener Dienstleistungen und Technologien, von der Exploration und Förderung über die Auf- und Weiterverarbeitung von Rohstoffen bis hin zum Ausbau der Infrastruktur inklusive Wassermanagement und Stromversorgung.

Rohstoffabkommen

Die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Peru haben im Juli 2014 in Berlin ein Regierungsabkommen über die Zusammenarbeit im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich unterzeichnet. In diesem Abkommen wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz sowie zur umwelt- und sozialverträglichen Ausgestaltung des peruanischen Rohstoffsektors verbindlich verankert. Durch die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen können Potenziale zum beiderseitigen Nutzen erschlossen werden.

Kontakt

Ann-Yasmin Reimers 
Projekt Manager
Rohstoffzentrum
+ 51 (1) 441 - 8616

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